Heiß auf Weiß trotz minus 17 Grad
Sie alle waren es, heiß auf den Winter, den Schnee, die Berge. Und so fanden sich am frostigen Samstagabend rund 350 dick eingepackte Menschen an der Talstation der Kanzelwandbahn im Kleinwalsertal ein, um in der winterlichen Dunkelheit gen Gipfel zu schweben.
Die neu gegründete “Skiallianz” zwischen Oberstdorf und dem Kleinwalsertal lud zu einem stimmungsvollen, grenzübergreifenden Saisonstart am Berg ein, das auch wir (Viki - Redaktion, Julia - Digitale Technologien) uns nach einem Skitag am Fellhorn nicht entgehen lassen wollten.
Noch schnell einen heißen Punsch zum Aufwärmen, in die Gondel gesetzt und hinauf ging es in den dunklen, sternenklaren Nachthimmel. Nicht oft hat man schließlich die Gelegenheit, im Dunkeln über all die Hänge hinwegzuschweben, die untertags von Skifahrern bevölkert werden.
Oben war es dann durchaus “zapfig”, nicht zuletzt aufgrund des kalten Windes, der die gefühlte Temperatur schnell sinken ließ. Egal – noch ein Punsch und raus auf die Terrasse, wo schon die Skilehrer der beteiligten Skischulen zum Fackellauf parat standen. Feuerstellen, die sich über Berg und Tal streckten, markierten das Gebiet und die Anlagen des neuen Wintersport-Zusammenschlusses. Eine Lichtshow mit den verschneiten Bergen als Projektionsfläche beendete das winterliche Spektakel, bevor ab 21h die Gondeln wieder ins Tal fuhren.
Ab nun sind alle Liftanlagen der Skiallianz Oberstdorf-Kleinwalsertal in Betrieb. Wir freuen uns mit allen Winter-Fans auf tolle Skitage!
Gipfelsturm aufs Rubihorn
Endlich ist der Sommer jetzt auch bei uns im Allgäu angekommen. Am Donnerstag hatten wir nachmittags rekordverdächtige 30° C in Immenstadt. Dazu wehte ein kräftiger Föhn von der Alpensüdseite zu uns herüber. Ideale Voraussetzungen für eine kleine feierabendliche Bergtour.
Das dachten sich auch Silke, Sandra, Julia und ich, so dass wir uns spontan dazu entschieden, unsere Arbeit um 16:30 Uhr niederzulegen und nach Reichenbach bei Oberstdorf zu fahren, um von dort aus das Rubihorn zu erklimmen. Nachdem alle ihre Schuhe geschnürt hatten, ging es um zehn nach fünf los. Dank des Tourenplaners von outdooractive.com wussten wir, dass die Strecke mit 5,2 km zwar nicht besonders lang sein würde, es aber knapp 1100 Höhenmeter zu bewältigen galt. Laut Wanderbeschilderung mussten wir mit 3:15 h Aufsteigszeit rechnen. Wenn wir noch bei einigermaßen guten Sichtverhältnissen zurück im Tal sein wollten, mussten wir uns also beeilen. Schnellen Schrittes durchwanderten wir den Gaisalptobel mit seinen rauschenden Wasserfällen und hatten schon bald die Untere Richteralpe erreicht.
Wer es gemütlicher angehen lässt, kann hier ein erstes Päuschen einlegen und sich auf der schönen Sonnenterrasse eine Erfrischung gönnen. Wir aber stürmten, ohne uns lange aufzuhalten, über den immer steiler werdenden Wanderweg weiter in Richtung Gipfel. Bald wechselten sich seilversicherte Felspassagen und Gebirgsbachüberschreitungen im Minutentakt ab, was uns zwar einiges an Konzentration abverlangte, aber genau das war, was wir nach einem Acht-Stunden-Tag vor dem Computer gebraucht hatten. Als wir nach etwas mehr als einer Stunde Gehzeit den herrlich klaren Gaisalpsee vor uns liegen sahen, wussten wir nach einem Blick auf das outdooractive.com-Höhenprofil, dass wir schon zwei Drittel der Strecke geschafft hatten. Zeitlich weit unter dem Soll, dachte die eine oder andere von uns schon an einen Sprung ins erfrischend kühlende Nass.
Wir beließen es aber bei einer kurzen Pause und machten uns anschließend an den finalen Aufstieg zum Gipfel. Nach einer flachen Passage am Ufer des Sees führte der Weg schon bald wieder steil bergauf. Als mir der von der Stirn heruntertropfende Schweiß schon wieder die Sicht zu nehmen drohte, sah ich bei einem Blick nach oben keine zehn Meter von uns entfernt etwas Weißes hinter einem Fels weghuschen. Als wir die Stelle erreicht hatten, schaute ich mich um, konnte aber nichts entdecken. Plötzlich rief Silke: „Schaut mal, Gemsen!“ Und tatsächlich! Links von uns sprang eine kleine Gruppe Gemsen den Hang hinauf und gab dabei ein so elegantes Bild ab, als würde ihnen der steile Anstieg nicht die geringste Mühe machen. Euphorisiert durch die unverhoffte Begegnung mit den schönen Tieren erklommen wir im Zickzack die felsige Südostwand des Rubihorns.
Am schmalen Sattel zwischen dem Rubihorn und dem südlichen Nachbargipfel des Gaisalphorns erwartete uns erstmals die spektakuläre Aussicht, für die wir den anstrengenden Marsch auf uns genommen hatten. Hoch über dem Illertal zu unserer Linken waren es jetzt nur noch einige Minuten gemütlichen Auf und Abs bis zum Gipfelkreuz. Nach etwas mehr als zwei Stunden nach unserem Aufbruch in Reichenbach stand Julia um Viertel nach sieben als erste von uns Vieren auf dem Rubihorngipfel. Wie wir es uns erhofft hatten, wurden wir von einem gigantischen Ausblick empfangen. Während wir im Osten rechts neben dem Gipfel des Nebelhorns auch das markante Felsdreieck des Hochvogels sehen konnten, fiel der Blick gen Süden auf die zahlreichen immer noch schneebedeckten Berge des Allgäuer Hauptkamms. Im Südwesten, wanderte das Auge bis ins Kleinwalsertal, das links vom Großen Widderstein und rechts vom Hohen Ifen eingerahmt wird. Von Westen her wärmte uns die abendliche Sonne, wodurch sich die Nagelfluhkette als wellenförmige Silhouette dunkel vor dem hellen Himmel abzeichnete. Nach Norden schließlich sahen wir über das Illertal hinweg in die weite grüne Hügellandschaft des Alpenvorlandes, an dessen Rand der Grünten wie ein urzeitlicher Wächter über der Landschaft thront.
Eine gute halbe Stunde ergötzten wir uns an dieser Kulisse, während uns heftige Föhnböen die schweißnassen Klamotten trocken pusteten. Danach machten wir uns an den Abstieg, denn so schön es am Gipfel auch gewesen war – am nächsten Morgen erwartete uns ein ganz normaler Arbeitstag. Da Silke unbedingt noch ein Bad im Gaisalpsee nehmen wollte, sagte sie uns zwischendurch für kurze Zeit „Servus“ und legte ihren alpinen Turbogang ein, um schneller am Wasser zu sein. Als ausgebildete DAV-Fachübungsleiterin für Hochtouren eine routinierte Bergsteigerin, erreichte sie das Ufer so schnell, dass sie, als wir anderen dort ankamen, ihr Bad bereits beendet hatte. Während des restlichen Abstiegs erfreuten wir uns noch an einem einzigartigen Sonnenuntergang über der Nagelfluhkette und erreichten um 22:10 Uhr gerade rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit unser Auto in Reichenbach.
Wer die Tour nachgehen möchte, findet sie natürlich hier auch auf outdooractive.com.
Von einem der auszog und gerne wieder kam – Praktikant Thomas Vattrodt
Liebe User von outdooractive.com,
nachdem ich mein Studium der Medienproduktion und –technik in Amberg/Oberpfalz erfolgreich beendet habe, verschlägt es mich nun nach vier Jahren wieder ins Allgäu. Zwar bin ich kein gebürtiges Allgäuer Urgestein, doch habe ich beinahe meine gesamte Jugend und Kindheit in Immenstadt verbracht, so dass ich das Allgäu meine Heimat nennen will und kann. Während meiner Schulzeit und dem Studium erweiterte ich meinen Horizont mit diversen Touren durch Europa und einem drei Monate andauernden Aufenthalt in Australien. Trotz all der Schönheit die mir begegnet ist, konnte jedoch keine Gegend dem Allgäu das Wasser reichen mit seiner Mischung aus Landschaft, Tradition und Freizeitmöglichkeiten. Ich freue mich wieder hier zu sein, und dass ich das Team der Redaktion von outdooractive.com in den nächsten sechs Monaten unterstützen darf.
Ob ich in meiner Freizeit die lokale Bergwelt mit meinem Bike erschließen werde oder mich auf Schusters Rappen auf den Weg mache, steht noch nicht fest. Für den Anfang nehme ich erst einmal eine gemütliche Runde über die Salmaser Höhe in Angriff. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf den großen Alpsee und das gesamte Thal (Thalkirchdorf und angrenzende Dörfer). Bei Besuch von ungeübten Studienkollegen hingegen warte ich zu Beginn mit der Breitachklamm in Oberstdorf auf – gerade für die von Fotografie begeisterten ein gefundenes Fressen!
Auf sonnige sechs Monate und viel Spaß auf outdooractive.com
Wandern, wo es warm ist und man das Meer rauschen hört – Praktikantin Martina Urban

Ja, da unten - da ist das Meer!
Hallo, ich bin Martina und komme aus der Nähe von Freising. Nach meinem Geographiestudium in München und zwei Jahren fern aller Geographie will ich mit meinem Praktikum bei ALPSTEIN Tourismus praktische Erfahrungen sammeln und mein Wissen im Bereich Kartographie und GIS-Anwendungen erweitern.
In der Freizeit bin ich viel mit meinem Hund unterwegs: bei Spaziergängen, beim Inline-Skaten oder Radeln an der Amper oder der Isar entlang. Auch in den Bergen zieht es mich oft an Flüsse, Seen und Schluchten. Eine Wanderung durch die Breitachklamm bei Oberstdorf werde ich auf jeden Fall noch während meiner Praktikumszeit im Allgäu machen. Eine der schönsten Wandertouren habe ich an der Ostküste Sardiniens unternommen. In der Provinz Ogliastra zwischen Dorgali und Santa Maria Navarrese ging es auf unwegsamen, teils steilen Wegen durch die Macchia – immer wieder mit Blick auf das fantastisch türkisblaue Meer. Eine weitere tolle Wanderung ist der Cinque Terre Höhenweg an der ligurischen Küste. Ihr merkt schon, mich zieht es eher in wärmere Gegenden. Aber auch in der kalten Jahreszeit lässt sich einiges draußen unternehmen. Im Winter gehe ich am liebsten Skifahren oder Rodeln.
Ich wünsche Euch noch viel Spaß auf outdooractive.com und auch bei Eurer nächsten Tour…
Bei ihr geht die Rechnung immer auf – Bilanzbuchhalterin Annette Wimmer
Hallo, ich heiße Annette und komme ursprünglich aus Oberstdorf. Heute wohne ich mit meiner Familie in Bad Hindelang. Bei ALPSTEIN bin ich für alles zuständig, was Steuern und Personal betrifft. Als gelernte Bilanzbuchhalterin erledige ich die Steuererklärungen, Jahresabschlüsse sowie monatlichen Auswertungen und kümmere mich um die Löhne und Gehälter der ALPSTEIN-Mannschaft. In meiner Freizeit finde ich einen guten Ausgleich zu all den Zahlen und Fakten, indem ich mit meinen Kindern spiele oder ein gutes Buch lese. Die Begeisterung für verschiedene Outdoor-Aktivitäten teile ich mit meinem Mann Hartmut und mit meinen Kindern. Im Winter gehe ich gern Skifahren und im Sommer radeln oder wandern. Besonders schön ist der Kellerwandweg in Bad Hindelang.
E5 Oberstdorf – Meran auf outdooractive.com
Die Alpenüberquerung entlang des E5 von Oberstdorf nach Meran in Südtirol ist sicherlich ein Highlight einer jeden Wander-Laufbahn.
Die ersten vier Tage folgt man dabei dem “klassischen” E5, dann geht es in einer Variante davon bis nach Meran. Drei Länder werden in sechs Tagen durchwandert, die umgebende Bergwelt ändert sich nahezu stündlich. Innerhalb von nur einer Woche erlebt man hier fast alles, was die Alpen zu bieten haben. Insgesamt legt man bei dieser Tour 4950 Höhenmeter im Aufstieg und 6470 Höhenmeter im Abstieg zurück. Zu Fuß werden 106 km bewältigt.
Wir freuen uns, Euch ab sofort diese Tour samt Route, Wegbeschreibung, vieler Bilder und weiterführenden Informationen auf dem Portal präsentieren zu können!
Außerdem stehen diese Woche in unserem Magazin alle Zeichen auf “E5″: Jeden Tag gibt es einen Artikel, der von dem einmaligen Erlebnis einer solchen Alpen-Tour berichet…
Viel Spaß damit…




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