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Outdooractive zu Gast bei der E.O.F.T.

Das Filmfestival „European Outdoor Film Tour“ (E.O.F.T.) steht seit nunmehr 15 Jahren für echte Abenteuergeschichten. Jeden Herbst geht die E.O.F.T. auf Tour durch Europa und machte letzte Woche bei uns im Allgäu Station. Wir waren vor Ort und haben uns die besten Outdoor-Kurzfilme des Jahres angeschaut.


Die E.O.F.T. in Kempten

Abendkleid und Anzug durften für die Veranstaltung im Kemptener Stadttheater ausnahmsweise zuhause bleiben. Ein großer Teil der Zuschauer ließ sich mit Outdoor-Jacke und festen Schuhen ins Reich der Extrembergsteiger, Mountainbikeprofis und Steilwandskifahrer entführen. Gezeigt wurden insgesamt sieben Filme, die zusammen mit Moderation, Gewinnspiel und 30-minütiger Pause ein abendfüllendes Programm ergaben.


Der beste Film?

Welcher Film uns am besten gefallen hat? Die Meinungen gehen natürlich auseinander.

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© Renan Ozturk

Hoch im Kurs liegt zum einen Down to nothing. Hilaree O’Neill machte sich zusammen mit drei anderen Bergsteigern in den Norden Myanmars auf, um den rund 5900 m hohen Hkakabo Razi zu besteigen. Der Film beeindruckte uns nicht zuletzt, weil er eine komplett andere Welt zeigt und darauf hinweist, dass auch Profis bei solch entbehrungsreichen Expeditionen ständig an ihre Grenzen gehen.

Eine Besonderheit der E.O.F.T-Kurzfilme ist, dass es sich weder um Szenen aus einem Drehbuch, noch um professionelle Schauspieler und Kamerateams handelt. Sich dies ins Gedächtnis zu rufen, wenn man gerade das türkisblaue Wasser des Beriman-River oder die eisigen Steilwände des Lunag Ri bestaunt, ist nicht leicht. Die Realität zeigt sich dann unerwartet mit Bildern von Verletzungen, Erschöpfung und Trauer. Bei der E.O.F.T. ist eben alles echt: die Freude über den Erfolg, aber auch die bittere Niederlage und so manche Abschiedsträne.

 

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© Anson Fogel

Ganz vorn mit dabei war für uns When we were knights. Zusammen mit zwei Wingsuitern gleiten die Zuschauer durch die Lüfte und lauschen nebenbei einem offenen Brief, in dem Matt Blank Abschied nimmt. Seinem bester Freund Ian Flanders verunglückte beim Dreh tödlich. Auf die Tränendrüse drückt der Film aber nicht. Er beleuchtet vielmehr, dass sich die Sportler sehr wohl über das Risiko im Klaren waren. Die Gefahr, dass jeder Sprung der letzte sein könnte, nahmen sie für ihre Leidenschaft in Kauf. Dennoch bleibt am Schluss natürlich die Frage, ob diese Leidenschaft das Ende einer Freundschaft, das Ende einer Leidenschaft, das Ende eines Lebens rechtfertigt.

 

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© Ben Ditto

Der Preis für den lustigsten Beitrag geht – und da waren wir uns alle einig – an die schrille Crew der „Dodo’s Delight“. Nicolas, Olivier, Ben and Sean segelten mit Kapitän Bob Shepton von Grönland aus zur Baffin Island, um dort abenteuerliche Felstürme zu erklettern. Geklettert sind sie. Der Film erzählt jedoch vielmehr von ersten Angelversuchen, leckerem Essen, kuscheligen Bandproben, einem grünen Badekrokodil und vom Einfallsreichtum derer, die bei richtig schlechtem Wetter auf einem kleinen Boot festsitzen.

 

Unser Fazit zur E.O.F.T. lautet: unbedingt hingehen! Denn es gibt gewaltige Bilder, Inspiration und Motivation für neue Abenteuer, wahre Emotionen und einen Ohrwurm, der nach Verlassen des Theaters noch den ein oder anderen Tag im Kopf bleibt: „It’s the Dodo’s Delight“.

 



 

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