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Wo Wandern zur inneren Einkehr wird

Entspannung, Ruhe und innere Einkehr – im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe „Spiritueller Sommer“ im Schmallenberger Sauerland stehen Entdeckungswanderungen zu kraftvollen und besonderen Orten der Region. Die Natur löst ein Gefühl der Ruhe aus und es findet ein Ausgleich zur Hektik des Alltags statt. Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ wird die Landschaft ohne Leistungsdruck erkundet. Das Netzwerk „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ setzt die spirituell bedeutenden Wege, Orte und Traditionen der Region in Szene. Zielgruppe sind alle Menschen, ganz unabhängig davon, ob und wie sie religiös gebunden sind. Die Veranstaltungsreihe läuft noch bis zum 2. September 2018.

 

Entschleunigung und Begegnung

© Klaus-Peter Kappest

Viele Menschen suchen heute als Ausgleich zu einem fordernden Alltag Entschleunigung. In unserer schnelllebigen Zeit gibt es außerdem ein Bedürfnis danach, „zu sich zu kommen“, nach authentischer Begegnung mit sich selbst also, und auch mit anderen: In den Jahren 2012 bis 2017 zog der Spirituelle Sommer insgesamt über 70.000 Menschen an. Auf dem Programm stehen unter anderem Meditationen, spirituelle Wanderungen,  Konzerte, Performances, Tanzworkshops, Vorträge und Lesungen. Dieses Jahr werden rund 300 Veranstaltungen an mehr als 90 Orten in ganz Südwestfalen angeboten, wobei auch auf Möglichkeiten zur interkulturellen Begegnung Wert gelegt wird.

 

Kraftvolle Orte in der Region

Eine Wanderung, die sich im Rahmen des Spirituellen Sommers anbietet, ist beispielsweise der „Schwedensteig – Heidenstraße (W1)“, der an der St. Blasius Kirche beginnt und endet. Ein weiterer kraftvoller Ort in der Region ist die Kirche St. Peter und Paul in Wormbach, die als eine der ältesten Pfarrkirchen im Sauerland gilt. Hier fand die interkulturelle und interreligiöse Eröffnungsfeier des diesjährigen Spirituellen Sommers statt. Ebenfalls zu den ältesten Kirchen der Region zählt St. Cyriakus in Berghausen, ein romanisches Bauwerk, das täglich zur Besichtigung offen steht. Einer der Wallfahrtsorte im Sauerland ist der Wilzenberg: Auf der 658 m hohen Erhebung befinden sich historische Wallanlagen und der Wilzenbergturm wartet mit einer fantastischen Aussicht auf. Zahlreiche weitere Routen und Kraftplätze laden dazu ein, entdeckt zu werden.

 

 

© Klaus-Peter Kappest

Licht in all seinen Facetten

Dieses Jahr steht das Thema Licht im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe. Dabei geht es auch um spirituelle Qualitäten des Themas Licht, und damit auch um eine Auseinandersetzung mit dessen Abwesenheit in der Dunkelheit und im Schatten. Sowohl Aspekte der Traditionen der großen Weltreligionen als auch eine offene Spiritualität und das Erleben von Natur, Musik und Kunst werden thematisiert. Einer der Höhepunkte zum Thema ist die Lichtskulptur „ZweiQuellen“. Die Installation in Eslohe wurde von den beiden Künstlern Katerina Kuznetcowa und Alexander Edisherov aus Köln geschaffen. Die Besichtigung lässt sich wunderbar mit einer Wanderung verbinden.

 

 

© Klaus-Peter Kappest

Akzeptanz und Offenheit

Der spirituelle Sommer 2018 ist bereits der siebte seiner Art. Das Projekt wird von vielen hundert Akteuren in Kulturinitiativen, Kirchen- und Moscheegemeinden und Tourismusorganisationen getragen, die sich sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich engagieren. Ganz bewusst wird auf die Verbindung von neuen und traditionellen Formen gesetzt. Grundlage der Arbeit ist die Offenheit für eine zeitgemäße Spiritualität und die Akzeptanz ganz unterschiedlicher Zugänge.

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