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Take off your shoes: Barfußwandern liegt im Trend

Feine Sandkörner, kitzelndes Gras, warme Steine und feuchte Erde – selten ist die Beschaffenheit des Untergrundes so bewusst spürbar wie beim Barfußwandern. Dabei ist die natürlichste Art der Fortbewegung nicht nur ein Erlebnis für die Sinne, sondern auch noch gesund.

 

Raus aus den Schuhen

Eigentlich wurde ja jeder von uns barfuß Raus aus den Schuhengeboren. Und dennoch scheint es eine Hürde zu sein, Schuhe und Socken abzustreifen und „auf freiem Fuß“ loszuziehen. Außerdem soll man sich bekanntlich nicht ohne vernünftiges Schuhwerk auf den Weg machen. Doch wer den Versuch wagt, der wird schnell merken: Es ist ein Gefühl der Freiheit.

Der Wechsel zwischen warmem und kaltem, feuchtem und trockenem, rauem und glattem Untergrund ist mit dicken Schuhsohlen gar nicht spürbar. Bei jedem Schritt merkt der ganze Körper plötzlich, welche Überraschungen am Boden warten. Das Naturerlebnis wird viel intensiver – erreichte Höhenmeter, Strecke und Zeit treten in den Hintergrund. Noch dazu hat das Barfußwandern erhebliche gesundheitliche Vorteile.

 

Reflexzonenmassage inklusive

Ohne stützende Schuhe kommt die Fußmuskulatur bald ganz neu in Schwung. Kräftigere Muskeln schonen die Gelenke, stabilisieren Knie und Rücken und schützen vor Fehlbelastungen. Gleichzeitig wird das gesamte Herz-Kreislaufsystem angeregt, die Konzentration gefördert und Stress wie nebenbei abgebaut. Eine Reflexzonenmassage gibt es noch gratis dazu.

Barfuß_Steine

Ganz nach der Philosophie Sebastian Kneipps stärkt Barfußlaufen, gerade bei kühleren Temperaturen, die Abwehrkräfte. Darüber hinaus tun wir unseren Füßen einen Gefallen, wenn wir sie einmal nicht in Schuhe zwängen – Blasen und Druckstellen ade!

 

Ist Barfußwandern für jeden geeignet?

Kinder_BarfußwandernGrundsätzlich ja! Jeder Barfußgeher sollte auf jeden Fall eine aktuelle Tetanus-Impfung haben. Ist bereits eine Fehlstellung der Füße bekannt, sollte vorab ein Orthopäde aufgesucht werden. Für Diabetiker eignet sich Barfußwandern nur bedingt, da sie oft weniger schmerzempfindlich sind und Verletzungen erst spät bemerken. Eine Allergie gegen Insektengift ist eine weitere Einschränkung.

Gerade in der Wachstumsphase ist es wichtig, dass die Füße sich frei entfalten und formen können. Kinder, die viel barfuß gehen, haben damit beste Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung ihres Bewegungsapparates.

 

Tipps für den Start

Barfußwandern im GrasVor der ersten Wanderung bietet sich ein kleiner Spaziergang im Garten oder Park an. Schnell gewöhnt sich der Fuß an die neuen Eindrücke. Hat sich erst eine Hornhaut gebildet, verlieren auch spitze Steinchen ihren Schrecken. Trotzdem empfiehlt es sich, bei der ersten Tour Schotterwege zu meiden und stattdessen abwechselnd auf Waldwegen, Wiesen und erdigen Pfaden zu wandern.

 

8 Grundregeln fürs Barfußwandern

Wenn ihr diese goldenen Regeln beachtet, dann kann auf eurer Wanderung mit bloßen Füßen nichts mehr schiefgehen:

 

Jetzt geht es auf Tour

Habt ihr Lust bekommen, selbst barfuß auf Wanderschaft zu gehen? Für Anfänger, Gelegenheits-Barfußläufer und Kinder sind extra angelegte Barfuß-Pfade eine tolle Sache. Lasst euch von dieser Liste inspirieren:

 

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