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6 Tipps für bessere Outdoor Fotos von Paedii Luchs

Du liebst Wandern, Bergsteigen und Biken? Du bist gerne draußen in der Natur und möchtest deine Erlebnisse fotografisch festhalten? Für Hobbyfotografen gibt es eine Vielzahl an gigantischen Motiven zu entdecken. Für alle, die mit der Fotografie gerade erst starten, haben wir Fotograf Paedii Luchs aus der Schweiz nach Tipps gefragt:

Bereite dich seriös vor

Die Planung eines Shoots ist vielleicht nicht gerade das Spannendste, aber sicher einer der wichtigsten Aspekte für erfolgreiche Fotos.

Recherchiere im Web, um Locations zu finden. Folge zum Beispiel anderen Fotografen auf Instagram oder Facebook, um neue Orte zu entdecken und mache dir dabei bereits Gedanken, was du anders und besser machen könntest oder wieso dir ein Bild besonders gefällt.

Plane Zeitreserve ein. Vor allem, wenn du an einen neuen Ort gehst und nicht weißt, welche Kompositionen dich erwarten.

Fotografiere in RAW

Du brauchst nicht die beste Kamera, um gute Fotos zu machen. Empfehlenswert ist aber die Möglichkeit RAW-Bilder zu schießen. Diese Rohdateien enthalten im Gegensatz zum JPEG Format viel mehr Bildinformationen, um später bei der Entwicklung das Beste aus deinen Fotos herauszuholen. In der Nachbearbeitung kann dann beispielsweise der Weißabgleich ohne Qualitätsverlust angepasst werden. Auch der Dynamikumfang im RAW-Bild ist viel größer gegenüber einer JPEG-Datei, das heißt über- und unterbelichtete Stellen können besser korrigiert werden.

Nachteil: Die Datei braucht viel mehr Platz auf der Festplatte und muss zwingend digital bearbeitet werden. Unbearbeitet ist das RAW-Bild blass, ohne Kontrast und die Farben sind undynamisch. Zur Entwicklung benutze ich Adobe Lightroom. Der Einsatz dieser Software ist intuitiv und schnell erlernt.

Die Fotos unten wurden mit einer günstigen Einsteigerkamera und einem Kitobjektiv (Lumix GX800 mit 12-32mm) gemacht. Unglaublich was aus einem RAW-Bild herausgeholt werden kann:

RAW-Bild unbearbeitet

RAW-Bild unbearbeitet

Outdoor Fotografie, Berge, Mountains, Bildbearbeitung

bearbeitetes Bild

 

 

 

 

 

 

 

Packe leicht und vorausschauend

Outdoor Fotografie ist oftmals mit langen Märschen verbunden. Deshalb macht es Sinn, möglichst wenig Gewicht zu tragen. Überlege dir also, welche Objektive und Kameras du wirklich brauchst. Wenn du nur bei Tageslicht fotografieren wirst und keine Langzeitbelichtungen machen willst, kannst du zum Beispiel auch auf das Stativ verzichten. Oft lasse ich mein Ultraweitwinkel-Objektiv zu Hause, weil ich dieselben Ergebnisse mit einem Panorama aus mehreren Einzelbildern erhalte. 90% meiner Fotos sind sowieso mit meinem Lumix 12-60mm (24-120mm Vollformat) entstanden. Meine G9 mit dem 12-60mm und dem Capture Clip habe ich meistens an meinem Gurt befestigt. So ist die Kamera immer einsatzbereit.

Eine Übersicht meiner Ausrüstung findest du hier.

Finde und nutze das beste Licht

Licht ist wohl der wichtigste Faktor für herausragende Fotografien. Achte deshalb bei der Planung und an der Location selbst darauf, wie sich das Licht entwickelt und wie es fällt. Das selbe Foto aufgenommen in weichem, goldenen Licht am Abend ist tendenziell ansprechender als Aufnahmen in der Mittagssonne. Versuche also, deine Shootings eher bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu machen.

Meistens nutze ich das “schlechte” Licht, um meine Fotos zu planen und Kompositionen auszuprobieren, so dass ich in den wenigen, wichtigen Minuten bereit und effizient bin.

Aufnahme während der goldenen Stunde

Aufnahme bei Tageslicht

Finde eine ansprechende Komposition

Bildkomposition ist absolut essentiell. Versuche deine Hauptobjekte im Bild anzuordnen. Oftmals platziere ich Personen mit dem Blick in das Bildinnere in der einen Bildhälfte und Berge oder auch die Sonne auf der anderen Seite. So entsteht eine Ausgeglichenheit im Bild. Lass aber etwas Spielraum an den Seiten. Zum einen, weil du das Bild vielleicht noch schneiden möchtest, zum anderen fühlt sich der Bildaufbau viel angenehmer an.

Spiele mit Kompositionen herum, nimm dir Zeit und höre auf dein Herz was sich ansprechend anfühlt.

Lerne richtig!

Fotografiere so oft wie möglich. Versuche neue Kompositionen und Techniken, schaue dir Tricks aus Tutorials von anderen Fotografen ab. Youtube bietet eine große Auswahl frei zugänglicher Videos.

Wenn du wirklich daran interessiert bist, so viel wie möglich in kurzer Zeit zu lernen, empfiehlt es sich einen professionellen Kurs, wie zum Beispiel den der Digital Photography School, zu besuchen. Ich habe Tage vor diesen Videos verbracht und bin von der Effektivität dieser Tutorials überzeugt.

 

Über Paedii Luchs

Paedii ist ein, in der Schweiz ansässiger, Outdoor-Fotograf. Er konzentriert sich auf weite Landschaften und ist stets darauf bedacht, seinen eigenen fotografischen Stil zu verbessern.
Du findest seine Arbeiten auf Instagram, Facebook oder auf seiner Website plpictures.com.

 

© alle Bilder: Paedii Luchs

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