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11 sichere Outdoor-Tipps für Familien

Es scheint, als gäbe es nur noch ein Thema – COVID-19 beschäftigt die Menschheit, denn es betrifft uns alle. Um die Verbreitung einzudämmen und Menschenleben zu retten, ist es wichtig, uns an den Rat der Experten zu halten. Ganz konkret heißt das: Hygienemaßnahmen einhalten und auf Abstand gehen – social distancing – auch mit Kindern. Wer kann, bleibt zu Hause und beschränkt die sozialen Kontakte auf die engsten Vertrauten. In Gebieten, in denen keine Ausgangssperre verhängt wurde, ist jedoch auch Bewegung an der frischen Luft ausdrücklich erlaubt, denn so stärken wir unser Immunsystem und tanken Kraft. Einem Spaziergang, einer kurzen Wanderung oder einer entspannten Radtour steht also nichts im Wege. 

Gerade mit Kindern bietet sich ein Ausflug in den nahegelegenen Wald an. Hier gibt es viel zu lernen, auch außerhalb der Schule. Wir haben euch ein paar Tipps zusammengestellt.

Tipps für die Freizeitgestaltung mit Familie

Noch gibt es in Deutschland und in vielen anderen Ländern keine Ausgangssperre. Wenn ihr euch an ein paar wichtige Regeln haltet, besteht für euch und für eure Mitmenschen kein Risiko, sich mit COVID-19 anzustecken, wenn ihr in die Natur geht. 

Anstatt uns darüber zu beschweren, dass die meisten Freizeitangebote nicht zur Verfügung stehen, können wir uns bewusst machen, was wir alles gemeinsam erleben können: Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die unheimlich viel Spaß bringen. Um den Spaziergang nicht zu einer Pflichtveranstaltung verkommen zu lassen, braucht es Spiel und Spaß, um die Kinder bei Laune zu halten. Wir haben euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr die Zeit draußen am besten nutzt.

Im Wald gibt es viel zu lernen, auch außerhalb der Schule.

1. Auf öffentliche Verkehrsmittel ist weitgehend zu verzichten und auch im eigenen Auto weite Strecken zurücklegen muss nicht sein: Erkundet doch einfach mal eure Region aufs Neue. In unserem Tourenplaner findet ihr als Inspiration bestimmt etwas Passendes ganz in eurer Nähe.

2. Bingo! Jeder kennt das beliebte Spiel, zwar eher von Rentnerabenden, aber das heißt noch lange nicht, dass es keinen Spaß macht. Mit dem Spiel macht ihr euren Spaziergang zu einer spannenden Schatzsuche. Wer zuerst alle Gegenstände gefunden hat, ist der Gewinner. Bereitet zu Hause auf einem Blatt Papier vor, was gefunden werden soll (z. B. Tannenzapfen, verschiedene Blätter, Steine, Moos) und los geht die Suche. Als Variante könnt ihr bereits unterwegs Gegenstände sammeln und eure Kinder müssen ein zweites Exemplar finden.

3. Die Schule fällt zwar aus, aber trotzdem gibt es viel Neues zu lernen. Nutzt die Gelegenheit und bringt euren Kindern Wissenswertes über die Natur bei. Inspiration und einen umfangreichen Leitfaden gibt es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

4. Sowohl zu Hause als auch unterwegs können die Kinder mit dem Spiel „Stadt Land Fluss“ ganz einfach etwas Neues lernen und die Welt ein bisschen besser kennenlernen. Zu den Standardkategorien passt für Outdoor-Freunde außerdem die Kategorie „Berg“ ganz super.

5. Wer kreativ veranlagt ist, kann sich im Wald oder an steinigen Flussufern austoben und aus Steinen, Tannenzapfen, Ästen und Blättern Skulpturen bauen. Steinmännchen bauen fordert zusätzlich das Geschick. Aus den Naturmaterialien entstehen so bunte Mosaike und wilde Konstruktionen. Ihr könnt zum Beispiel einem Waldgeist ein kleines Zuhause aus Ästen und Moos bauen. 

Mit Naturmaterialien lässt es sich wunderbar Spielen und Bauen.

6. Lasst eure Kinder sich einen Waldfreund suchen. Das kann zum Beispiel der Waldgeist sein, dem sie zuvor ein Haus gebaut haben oder einfach nur ein Baum. Sie können sich Geschichten ausdenken, dem „Freund“ Geheimnisse erzählen und immer wieder bei ihm vorbeikommen.  

7. Baut zusammen ein Floß und lasst es auf Flüssen oder Seen schwimmen. Die Materialien dafür findet ihr im Wald. Am besten eignen sich kleine Äste oder Baumrinden und Blätter als Segel. Veranstaltet ein Wettrennen oder wettet, welches Boot am längsten schwimmen kann. 

8. Verteilt Samenbomben auf Brachflächen und macht so eure Umgebung etwas schöner. Samenbomben sind kleine Kugeln aus Erde und Pflanzensamen, die man schon fertig kaufen oder sogar selber machen kann. Der Frühling steht vor der Tür und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um bunte Blumensamen zu säen. Schon bald könnt ihr den Sprösslingen beim Wachsen zusehen.

Für fleißige Schatzsucher geht das Abenteuer dann zu Hause weiter. Aus den Materialien, die ihr draußen gefunden habt, lassen sich tolle Sachen basteln, durch die ihr die Natur nach Hause holt.

Auch zu Hause und im eigenen Garten lässt es sich in und mit der Natur kreativ sein.

9. Ein kleines Waldterrarium lässt sich ganz leicht aus wenigen Materialien herstellen. Ihr braucht dafür ein Einmachglas, das ihr mit verschiedenen Schichten füllt: Die unterste Schicht sollte aus Steinen oder Sand bestehen, darauf kommt Erde oder Moos und dann sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Aus dem kleinen Gefäß strömt der herrliche Duft des Waldes.

10. Baut eine Bienentränke! Für den Erhalt unserer Natur sind die kleinen Tierchen sehr wichtig. Ihr und eure Kinder können sie dabei unterstützen und sie, während ihrer wichtigen Arbeit, mit Wasser versorgen. Dafür braucht ihr eine Schale: Legt Steine oder Murmeln hinein und gebt dann Wasser dazu, aber nur so viel, dass Inseln entstehen. Die Bienen können dann darauf landen und gemütlich das Wasser trinken. Die Tränke kann mit Moos, Ästen und Blumen noch weiter dekoriert werden, dann fühlen sich die Bienen besonders wohl. Stellt die Schale dann einfach in den Garten oder auf den Balkon.

11. Aus Ästen und Weidenruten könnt ihr wunderbar Windspiele und Traumfänger basteln. Mit Bindfäden, bunter Farbe und etwas Kleber wird daraus ein echter Hingucker. 

Kindgerechte Aufklärung über COVID-19

Gerade für Familien kann der neue Alltag zu einer Geduldsprobe werden. Die Kinder können nicht mehr in den Kindergarten oder in die Schule gehen, doch nicht alle Eltern sind von ihrer Arbeit freigestellt und haben die Möglichkeit, sich um die Kleinen zu kümmern. Nun ist es besonders wichtig, dass die Kinder beschäftigt sind, damit die Stimmung nicht umschlägt.

Je nach Alter der Kinder akzeptieren sie die neuen Regeln besser oder schlechter. Damit auch Kinder wissen, warum es so wichtig ist, die Maßnahmen einzuhalten, könnt ihr sie altersgerecht über COVID-19 aufklären. Einschränkungen fallen leichter, wenn die Kinder verstehen, dass geliebte Menschen, wie zum Beispiel ihre Großeltern, zur Risikogruppe gehören. Am besten sprecht ihr das Thema in der ganzen Familie an und erklärt das Virus und seine Auswirkungen so, dass auch die Kleinen es verstehen. Als Hilfestellungen zeigt ihr beispielsweise das kindgerechte Video des ZDFs zu COVID-19.

Bevor ihr mit eurer Familie losgeht, solltet ihr euch gut über die aktuelle Lage informieren. Die Situation kann sich von Tag zu Tag ändern, daher ist es wichtig, flexibel zu sein.

Mit einer guten Planung ist der Wald ein sicherer Ort.

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